Ein ganz spezielles Wümmetfäscht 2009

Es war kein Fest, wie alle Jahre wieder. Höngg hatte ein ganz spezielles Jubiläum zu feiern. Vor 75 Jahren wurde Höngg in der Stadt Zürich eingemeindet. Ganz unter diesem Motto - Vergangenheit feiern, Zukunft leben - fand dann auch das diesjährige Wümmetfäscht statt.

Kinderspiele

Der Turnverein Höngg war wieder stark vertreten. Bereits am Samstagmorgen begannen in der Turnhalle Bläsi die Kinderspiele unter der Leitung von Monika Duppenthaler. 92 drei bis sechs jährige Kinder haben den Parcours 115-mal absolviert und 72 Unterstufen-Kinder 93-mal.
Sieger in der Kategorie Unterstufe war Sämi Krönert, mit 40.15 Sekunden. Auf dem zweiten Platz Lukas Molnar mit 48.00 Sekunden und auf dem dritten Platz Meret Tremp mit 48.67 Sekunden.
38 Kinder der Mittelstufe absolvierten 65-mal den Parcour. Am schnellsten war Joél Cserti mit 30.08 Sekunden, gefolgt von Lara Lampir mit 39.52 Sekunden und Selina Broger mit 42.38 Sekunden.
Alle Schwindelfreien konnten sich in ein Rhönrad stellen und das spezielle Gefühl des drehenden Rades, unter fachmännischer Anleitung von Nicole Schuhmacher und ihrem Team, erleben.

Werbung in eigener Sache

Am Stand des TV Höngg wurden alle Interessenten beraten und motiviert, unser grosses Turnangebot zu nutzen. Die Kinder konnten sich beim Springseilen in die Liste der Besten eintragen lassen. Aber wehe, wenn die Erwachsenen meinten, sie könnten es besser. Schnell musste es bewiesen werden. Hatten sie wohl recht? Belohnt wurden alle Springenden mit frischen Höngger Trauben. Lydia Pulfer und ihre HelferInnen haben allem Wetter, sei es Regen, Kälte, Sonne oder Hagel getrotzt und munter Werbung für Bewegung im Verein gemacht.

Umzug durch Höngg

Ein grosser Höhepunkt des diesjährigen Wümmetfäschtes war der Umzug durch Höngg. Leider meinte es der Wettergott zuerst nicht sehr gut mit uns, regnete es doch bis zum Beginn. Kaum waren aber die fröhlichen Höngger Vereine unterwegs, da belohnte er uns mit Sonnenschein. Mit einer neuen Route mit Kontermarsch wurde der Umzug attraktiver als in den Vorjahren. Ganz toll für alle Beteiligten war, dass auch sie die anderen Teilnehmenden begrüssen und beklatschen konnten.

Der TV Höngg machte sich als grösste Gruppe für den Abmarsch bereit. Ein Junior des SV Höngg mit dem Schild des TV Höngg bildete die Spitze, dicht gefolgt von den beiden Fahnenträgern des Turnvereins. Anschliessend folgten die Kitu Kinder an einem Seil, die Leichtathletik mit Springtechniken, die Jugi mit Fahnenträger Loris und die Mädchenriege mit Reifen, die sie sich zurollten oder Hula hopp um die Hüfte kreisen liessen. Die Gruppe Rhönrad präparierte ein Rhönrad und rollte durch den ganzen Umzug. Im Anschluss folgten alle Abteilungen der Frauenriege mit einer gemeinsamen Darbietung mit orangen Fahnen, die ein schönes Bild durch Höngg zauberten. Der Abschluss des TV machten die Männer, die in Chutteli und einem Wagen mit Weinfässli allen Durstigen einen Schluck anboten.

Auftritt im grossen Festzelt

Ein weiterer Höhepunkt folgte im Festzelt. Wie immer schloss das Wümmetfäscht seine Tore mit diesem speziellen Auftritt des Turnvereins Höngg.
Eveline Huber führte dieses Jahr zum ersten Mal durch das Programm. Sie machte dies souverän und hat hoffentlich viele ZuschauerInnen dazu aufgemuntert, sich unserem Turnangebot anzuschliessen. Dann war die Bühne frei für unsere jüngsten TurnerInnen mit ihren Müttern und Vätern. Mit einem bunten Fallschirm und Ballonen begeisterten die Muki's und Vaki's das Publikum und zeigten allen: Keiner ist zu klein, um TurnerIn zu sein. Anschliessend wurden wir von der Gruppe Leichtathletik auf den Mars entführt. Die Geräteriege zeigte uns die Eleganz am Stufenbarren und die Mädchenriege begeisterte mit einer tollen Tanzeinlage zu Lady Gaga. Den Abschluss machte die Gruppe Fitness, die einen Rückblick ins frühere Turnen mit einem Wechsel in die Moderne zeigte. Zu poppiger Musik wurden die Oberschenkel auf Stepbänkli "trainiert".

Ein wunderschönes Wümmetfäscht ging wieder zu Ende, und wir schwelgen noch lange in schönen Erinnerungen. Zum Glück gibt es viele motivierte LeiterInnen und natürlich auch TurnerInnen, sodass wir auch in Zukunft noch viele solche gemeinsame Momente geniessen können. Allen Mitwirkenden möchte ich im Namen des Turnvereins herzlich danken.
Eveline Bucher